Weekend Magazin Oberösterreich Blickpunkt Vöcklabruck und Gmunden 2025 KW45

SOCIETY

sie es aus ihrer Kindheit kennen. Das ist das Schöne. Da vergeht die Zeit, und ir gendwann sagen sie: „Papa, wir kommen zwei Wochen mit der ganzen Familie.“ Da sage ich nichts. Ich freue mich einfach. Sind das die schönsten Momente, wenn die ganze Familie beisammen ist? Prohaska: Absolut. Wir waren heuer in Irland, weil unsere Enkeltochter auf ei ner Pferderanch in Killarney ein Prakti kum gemacht hat. Dieser Ort hat 18.000 Einwohner und 80 Pubs. Alle haben wir nicht geschafft, aber probiert haben wir Fußballs. In ihrem mittlerweile dritten Buch „Die liebe Familie“ besprechen die beiden Kultkicker das Leben als Ehemänner, Väter und Großväter. Zu Wort kommen dabei auch die Menschen, die ihnen am nächsten sind: ihre Kinder. Fußballikonen. Hans Krankl (72) und Herbert Prohaska (70) sind nicht nur zwei der schillernds ten Figuren des österreichischen

Hat sich diese Sturheit auch im Familienleben gezeigt? Krankl: Je älter man wird, umso weicher wird man. Ich war immer ein sturer Hund und habe meinen Schädel durch gesetzt. Aber mit der Familie lernt man sogenannte „Kompromisse“. Die musst du eingehen, sonst funktioniert es nicht. Prohaska: Stur bin ich eigentlich nicht. Ich bin eher nachtragend. Wenn mich jemand enttäuscht, dann ziehe ich mich zurück. Was ich bin, ist ungeduldig. Wenn ich was will, will ich es gleich. Wer trifft bei euch in der Familie die Entscheidungen – zum Beispiel im Urlaub? Krankl: Unsere Kinder sind erwachsen, die fahren selbstverständlich dorthin, wohin sie wollen. Früher sind wir immer nach Jesolo gefahren, und jetzt kommen sie mit ihren eigenen Kindern wieder, weil FOTOS: PRIVATARCHIV PROHASKA, JEFF MANGIONE / KURIER / PICTUREDESK.COM

es! (lacht) Fast überall gibt es Livemusik, das ist einfach herrlich! Wir sind sogar reiten gegangen – ich war das erste Mal seit 30 Jahren. Davor waren wir in Grie chenland mit den großen Enkeln. Einer davon hat seiner Freundin einen Hei ratsantrag gemacht. Werden noch weitere Bücher von euch beiden erscheinen? Prohaska: Es ist auserzählt. Man könnte immer mehr machen. Uns würden si cher noch viele lustige Geschichten und Wuchteln einfallen. Ich glaube aber, man soll es nicht übertreiben. V

„Ich war immer ein sturer Hund. […] Aber mit der Familie lernt man soge nannte ‚Kompromisse‘.“

Hans Krankl über das Familienleben

Um die zwei Ex-Team chefs Hans Krankl und Herbert Prohaska hat sich ein ganzer Familienclan gebildet.

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