Weekend Magazin Oberösterreich 2025 KW42
LEBENSART
FAUSTREGELN FÜR ERHOLSAMEN SCHLAF
Regelmäßigkeit zählt: Gehen Sie möglichst jeden Tag zur selben Zeit ins Bett – auch am Wochenende. Gute Schlafumgebung: Ein ruhiger und leicht kühler Raum unterstützt erholsames Einschlafen. Abends zur Ruhe kommen: Verzichten Sie vor dem Schlafengehen auf digitale Medien, schweres Essen und Alkohol.
Rituale pflegen: Entspannende Routinen wie Lesen, leise Musik oder Atemübungen signa lisieren dem Körper: Jetzt ist Schlafenszeit. Schlaf positiv sehen: Wer Schlaf als wohl tuende Pause betrachtet, erlebt meist eine bessere subjektive Schlafqualität. Eigenes Schlaffenster beachten: Achten Sie auf Ihre Müdigkeitssignale und orientieren Sie sich an Ihrem individuellen Chronotypen.
„Gute-Nacht“-Tipps Wer sein Soll nicht erfüllt, kann auf einfache wie effek tive Gewohnheiten zurück greifen, rät Schlafcoachin Me lanie Pesendorfer im Ge spräch mit Weekend: tags über so viel Sonnenlicht wie möglich aufnehmen und Be wegung an der frischen Luft fest einplanen. Abends sollte der Tag bewusst abgeschlos sen werden; durch beruhigen de Rituale, Kerzenlicht oder leise Musik. Ihre Botschaft: „Humor und Dankbarkeit la den Leichtigkeit ein und för dern ein friedliches Einschla fen.“ Wer längere Zeit schlecht schläft, sollte den Fokus ver ändern. „Die meisten Betrof fenen haben kein Schlafprob-
auch Klösch zu nicht medika mentösen Verfahren wie Psy choedukation oder die eine oder andere Entspannungs technik. „Diese Ansätze erzie len in puncto Langzeitwir kung deutlich bessere Effekte als Medikamente.“ V
unterschiedlich, „die Band breite ‚des Normalen‘ ist groß“, erklärt Klösch. Neu geborene bis ein Jahr schla fen zwölf bis 16 Stunden, meist verteilt auf mehrere Schlafperioden. Kleinkinder und Vorschulkinder (bis fünf Jahre) benötigen zehn bis 14 Stunden, meist mit Nachtschlaf und Mittags schlaf. Schulkinder und Teenager schlafen acht bis zwölf Stunden, wobei der Mittagsschlaf allmählich wegfällt. Erwachsene schla fen größtenteils bis zu acht Stunden, ab 60 Jahren ver kürzt sich die Schlafdauer auf unter sieben Stunden. Oft wieder mit mehreren Schlafphasen pro Tag.
lem, sondern ein Wachprob lem. Sie finden aus Grübel- und Anspannungsmustern nicht heraus“, so Pesendorfer. Entspannung suchen Bei chronischen Ein- und Durchschlafstörungen rät
Schlaf-Legenden Gerhard Klösch Österreichische Gesellschaft für Schlafmedizin und Schlafforschung
Mythos: Nach schlechten Näch ten muss ich mich schonen. Mythos : Im Schlaf zimmer darf kein Licht sein! Mythos : Der Schlaf vor Mitternacht ist der Gesündeste! Mythos : Wenn ich nicht sofort einschlafe oder beim Einschlafen geweckt werde, kann ich nicht mehr schlafen.
Wahrheit: Erst ab einer Ge samtschlafzeit von weniger als fünf Stunden zeigen sich Defi zite in der Leistungsfähigkeit. Wahrheit: Schwache Licht quellen haben keine negativen Auswirkungen auf den Schlaf. Wahrheit: Der Schlaf ist dann erholsam und gesund, wenn die Umgebung ruhig ist. Wahrheit: Selbst gesunde Schläfer wachen mehrmals pro Nacht auf und können danach wieder problemlos einschlafen; Wachphasen un ter einer Minute werden nicht bewusst als ‚wach‘ erlebt.
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FOTOS: SCHLAFSTÖRUNG: VISIONS/ISTOCK/GETTY IMAGES, ICONS: NATALIIA/ISTOCK/GETTY IMAGES, COQUET ADRIEN/ISTOCK/GETTY IMAGES, MEDUNI WIEN
FOTO: THALIA
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