Weekend Magazin Burgenland Neusiedl 2026 KW19

INTERVIEW

Was ihn auf die Palme bringt und wovor er wirklich Angst hat – Cosmó im Video.

ESC-ÖSTERREICH-STARTER COSMÓ „Unsere Freiheit beginnt im Club“

SONG CONTEST 2026. Zwischen Glitzer und Zurückhaltung: ESC-Starter Cosmó erfindet sich neu. Mit „Tanzschein“ singt er gegen Rollenbilder an – und für Freiheit auf der Tanzfläche. Privat bleibt er leise, auf der Bühne soll sein Stern jetzt so richtig aufgehen. Rudolf Grüner und Stefanie Hermann

W enn deine Persönlichkeit ein Song wäre: Was würde jetzt im Radio laufen? Cosmó: Moment. Ich muss lauter drehen (grinst): Sicher „Upside Down“ von Dia na Ross. Ein toller Partysong, aber mit Tiefe. Ich finde es gut, Dinge auch mal aus einer anderen Perspektive zu be trachten. Das passt ganz gut zu mir. Du bist in Budapest geboren, im Bur genland aufgewachsen, wirst gerade ein waschechter Wiener. Dein Herz hängt … Cosmó: … auf jeden Fall am Burgenland. Das Aufwachsen am Land mit viel Na tur und Freiraum war einfach echt schön. Budapest steht für Familie und dafür, über Grenzen hinauszudenken. Und Wien war dann der Ort, an dem ich mich neu erfunden habe. Apropos: Du glitzerst auf der Bühne, zeigst dich extra vagant. Hast du dich von An fang an so gesehen? Cosmó: Nein, das war ein Prozess. Durchstarter. Vom Klavier kind zum ESC-Stern. Cosmó will Europa musikalisch erobern. Was danach kommt? „Ich träume gerne groß“, sagt der Künstler.

Schon bei frühen Auftritten habe ich gerne Outfits getragen, die im Alltag eher ungewöhnlich sind. Mit Cosmó ist das aber nochmal stärker gewor den. Diese Künstlerfigur hilft mir, mich freier zu fühlen und auszutoben. Wie würdest du dich privat be schreiben? Wie ist Benjamin Ge deon? Cosmó: Eher schüchtern und introvertiert. Wenn ich mein Bühnen-Ich ablege, spielt der Künstler keine Rolle. In der Vorlesung (Anm. d. Red.: der Sänger studiert Zahnmedizin) sitze ich meistens leise da und höre zu. Wer mich kennt, weiß, meine Social Battery ist manchmal schnell leer. Reden wir über dein Marken zeichen: Warum der Eye- catcher? Und warum ist der Stern blau?

Cosmó: Ich habe gedacht, es schaut cool aus (lacht). Dahinter steckt wirklich kein Masterplan. Ich male ihn auch selber auf, übrigens ganz freihändig. Deshalb ist er auch immer ein biss chen anders.

Leicht aus der Reihe tanzt auch dein Song: Welche Botschaft willst du beim ESC verbreiten? Cosmó: Starker Mann, schwache Frau: Wie ich leider feststellen musste, tau

FOTO: ALEXANDER FELTEN

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