Weekend Magazin Burgenland Neusiedl 2026 KW19
STORYS
AUSNAHMEZUSTAND. Der ESC macht aus Wien eine Woche lang Bühne, Partyzone und Hochsicherheitsareal. Österreich hat Heim vorteil, die Favoriten sind aber andere. Zwischen Fan-Ekstase, Sperrzonen und Wettfieber entscheidet sich, welcher Auftritt wirklich hängen bleibt. Von Stefanie Hermann Österreich
W ien steht vor dem ESC-Ausnahmezustand. Zum dritten Mal nach 1967 und 2015 richtet die Stadt den Eurovision Song Contest aus – grö ßer, bunter, lauter als je zuvor. Volle Straßen, volle U-Bahnen und eine Woche Dauerbetrieb im Ausnahme zustand. Um die Stadthalle, den Rat hausplatz und zentrale Verkehrsach sen gelten Sperren und Sicherheits zonen, Öffis fahren im Sonderbetrieb. Rund 100 Begleitveranstaltungen aus Fanzonen, Clubs und Public Viewings sind über die ganze Stadt verteilt. Für das Spektakel pilgern rund 88.000 zu
sätzliche Gäste in die Hauptstadt. Hotels sind dank ESC-Hype ausgelas tet, die City rechnet mit einer Wert schöpfung von etwa 52 Millionen Euro. Die Freude über den ESC wird in Tourismus und Gastro noch länger währen: Weltweit verfolgen rund 160
bis 200 Millionen Men schen die Shows, der Werbewert wird auf bis zu 730 Millionen
Euro geschätzt. Während Wien und Wirtschaft verdienen, feiert die Stadt mit ganz Europa: eine Woche Euphorie, Party und Beststimmung „United by Music“. V
Finnland
Favoriten, Quoten & Skandale Die größte Zahlenwucht kommt derzeit aus Italien: Sal Da Vincis offizielles „Per sempre sì“ steht bei über 21,6 Millionen YouTube-Views. Großbritannien liefert mit „Eins, Zwei, Drei“ auf dem offiziellen Eurovision-Kanal bereits etwa 1,3 Millionen Views, Finnlands UMK-Liveperformance von „Liekinhei tin“ liegt bei rund 1,2 Millionen. Aber: Onlinehype und Siegchancen laufen auseinander. Finnland, Frankreich und Dänemark führen die Quoten der Buchmacher. Heftige Kritik im Vorfeld kassierte Ru mäniens Beitrag „Choke Me“ von Alexandra Căpită nescu für die Verharmlosung sexueller Gewalt.
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Rumänien
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