Weekend Karriere Wien 2026 KW39
SCHULE | LEHRE | KARRIERE
E in Auftrag geht schief, der Ton ist rau, die Berufs schule nervt – das gehört manchmal dazu. Wenn du aber seit Wochen mit Bauchweh in die Arbeit gehst, ständig an deiner Berufswahl zweifelst oder Konflikte und Streit deinen Alltag be stimmen, solltest du genauer hinschau en. Denn weder vorschnelles Aufgeben noch Durchhalten um jeden Preis ist eine gute Strategie. Was ist das Problem? Genau diese Frage sollte am Anfang stehen. Andrea Fechter, fachliche Leiterin Integrati onsfachdienste bei der Volkshilfe Ar beitswelt, rät dazu, zuerst die Ursache zu klären. Passt die Ausbildungsrich tung grundsätzlich nicht zu deinen In teressen, Fähigkeiten oder Vorstellun gen, kann eine Neuorientierung sinn voll sein. Gefällt dir der Beruf eigent lich, liegen die Probleme aber vor al lem am Betrieb, an Konflikten oder am Arbeitsumfeld, lohnt es sich, zunächst nach Lösungen zu suchen. Manchmal hilft schon ein klärendes Gespräch, manchmal braucht es Unterstützung von außen – und manchmal ist tat sächlich ein Betriebswechsel die bes sere Lösung. Guter und schlechter Stress. Nicht jede anstrengende Phase be deutet, dass du falsch bist. Andrea Stoick, Geschäftsführerin der Psy chosozialen Zentren GmbH, betont, dass Jugendliche auch daran wach
Monotone Aufgaben allein heißen noch nicht, dass der ganze Beruf der falsche ist.
sen, angemessene Herausforderungen zu bewältigen. Gleichzeitig kann dau erhaftes Feststecken in einer schädli chen Situation krank machen. Ent scheidend ist also die Grenze zwi schen normalem Stress und echter
abfall sein. Wenn solche Veränderun gen länger anhalten, sollte man sie ernst nehmen. Nicht zu lange warten. Genau das passiert laut Andrea Fechter häufig:
„„DER WUNSCH NACH NEUORIENTIE RUNG SOLLTE KEINESFALLS ALS SCHEI TERN INTERPRETIERT WERDEN“ Andrea Stoick , Geschäftsführerin Psychosoziale Zentren gGmbH
Jugendliche versuchen, Probleme al lein zu lösen, schämen sich für Schwierigkeiten oder haben Angst, als „Aufgeber“ zu gelten. Dadurch können sich Konflikte so zuspitzen,
Überforderung. Warnsignale können anhaltende Niedergeschlagenheit, so zialer Rückzug, Schlaf- oder Konzen trationsprobleme, starke Zukunfts- ängste oder ein deutlicher Leistungs
FOTOS: OBEN: SHUTTERSTOCK / YURI GUREVICH, UNTEN: SHUTTERSTOCK / OLEKSANDR MAKARENKO PHOTO
LEHRSTELLE WECHSELN: 5 DINGE, DIE DU WISSEN MUSST
Ein gut geplanter Wechsel kann neue Chancen eröffnen.
wird die bereits absolvierte Lehrzeit vollständig angerechnet. n Neuer Betrieb, neuer Vertrag. Beim Wechsel wird ein neuer Lehrvertrag geschlossen, du startest aber nicht automatisch bei null. n Hol dir Unterstützung , s. Kasten rechts.
n Nicht einfach kündigen. Informie re dich vor einer Auflösung über Fristen und Formalitäten. n Plane den nächsten Schritt. Wenn möglich, such dir zuerst einen neuen Lehrbetrieb oder kläre, wie deine Ausbildung weitergeht. n Deine Lehrzeit zählt . Wechselst du im selben Lehrberuf den Betrieb,
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