Weekend Karriere Steiermark 2025 KW39

SCHULE & BILDUNG

ten-Checks durch möglichst objektive, eignungsdiagnostische Tests, um im dich ten Bildungs- und Job-Dschungel nicht die Orientierung zu verlieren. Ein wichtiger Indikator ist dabei der „Person-Job-Fit“. Dieser beschreibt, ob und wie die Fähig keiten und Wünsche eines Berufseinstei gers zu den Herausforderungen und Auf gabenstellungen eines Jobs passen. Ein ho her Grad der Übereinstimmung führt meist zu besserer Leistung, höherer Zu friedenheit und geringerer Fluktuation. Ein schlechter „Person-Job-Fit“ kann da gegen später nicht nur über- , sondern durchaus auch unterfordern. Wissen als Wegweiser. Für Barbara Walenta, Insiderin bei „Teach For Aus- tria“ (Organisation und Netzwerk für Bil dungsfairness) lassen neben persönlichen Perspektiven vor allem „wirtschaftliche Notwendigkeiten, aber auch die Komplexi tät des Bildungssystems“ Konfliktlinien entstehen. Denn fehlendes Wissen im El ternhaus über Bildungswege, Berufsmög lichkeiten und den Arbeitsmarkt verstär

der aus bildungsbenachteiligten Familien sich Stereotypen schon früh bewusst sind – und sich selbst weniger zutrauen. „Umso wichtiger ist es, diese Stereotypen zu hin terfragen und Potenziale gezielt zu för dern.“ Der kulturelle Background kann die Erwartungen auch hochschrauben. Walen ta: „Gerade Familien, die einen schwierigen Start in Österreich hatten, wünschen sich oft ein besseres Leben für ihre Kinder und streben daher Berufe an, die in ihren Her kunftsländern hohes Ansehen genießen. „Hier ist es wichtig, verschiedene Wege aufzuzeigen, wie junge Menschen ein gu tes, erfolgreiches Leben führen können.“ Praxistest. Praktika oder Begegnungen mit Menschen aus verschiedenen Berufs feldern seien für alle Jugendlichen wert voll. Walenta: „Gerade solche Er- fahrungen öffnen neue Perspektiven und zeigen, dass es viele Wege zum Erfolg gibt.“ Ein Plan B könne eben- falls sinnvoll sein. In manchen Ausbil dungswegen gibt es eben nur sehr be grenzte Plätze. V

„Wichtig ist, gemeinsam offen über Erwartungen, Wünsche und Möglichkeiten zu sprechen, bevor Missverständnisse entstehen.“

Julia Holzer Bildungspsychologin, Uni Wien

ken Unstimmigkeiten. Bildungsbiografien in der Familie oder das Geschlecht haben zudem großen Einfluss darauf, welche Po tenziale Kindern zugeschrieben werden. Studien zeigten, so Holzer, dass gerade Kin

FOTO: STEFAN KNITTEL

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