Weekend Karriere/Schule Oberösterreich 2026 KW39
INTERVIEWS
Zwei Wege, ein Ziel
Warum habt ihr euch für die Pflege entschieden? Franziska: Ich wollte immer schon et was Soziales machen, das Techni sche liegt mir nicht. Bei der Arbeit mit Menschen sieht man Ergebnisse und man kriegt oft etwas zurück. Benjamin: Ich weiß nicht, woher mei ne soziale Ader kommt, aber der Umgang mit Menschen macht mir einfach Spaß. Umso mehr man sie begleitet, desto mehr bekommt man zurück. Das ist wunderschön! Wie gefällt euch die Ausbildung? Franziska: Mit gefällt es am TAU-KOLLEG sehr gut. Die Ausbil dung ist herausfordernd und sehr Es sind oft die kleinen, zwischen menschlichen Momente, die beson ders viel bedeuten. Einmal haben mich Patient*innen ihren „Sonnen schein“ genannt. Genau solche Mo mente zeigen mir immer wieder, war um ich mich für diesen Beruf ent schieden habe. Wie sehen Sie die Zukunft der Pflege und welche Rolle spielen neue Tech nologien und künstliche Intelligenz in Ihrer Ausbildung? Die Pflegeausbildung hat sich stark weiterentwickelt. Simulationstrai nings, digitale Lernformate und kos tenlose digitale Fachliteratur sind heute selbstverständlich. Auch künstliche Intelligenz kann in der Ausbildung und im Krankenhaus alltag unterstützen. Sie kann aber niemals das pflegerische Handwerk und die menschliche Zuwendung er setzen. Genau diese Verbindung aus Professionalität, moderner Ausbil dung und Menschlichkeit wird am Vinzentinum vermittelt. Für mich ist Pflege ein Beruf mit Zu kunft. Pflege ist nicht ersetzbar.
abwechslungsreich. Wir haben ein sehr fachkundiges Lehrpersonal.
Benjamin: Ich bin wirklich voll zufrie den, es taugt mir super. Es ist sehr familiär und wir bekommen jede Un terstützung. Die Tür zur Direktion steht für uns immer offen. Wo seht ihr euch nach der Ausbildung? Franziska: Ich habe als Pflegefachas sistentin auf der IM1 im Kranken haus Braunau gearbeitet und dort hin kehre ich auch wieder zurück. Benjamin: Ich habe davor acht Jahre in Salzburg gearbeitet. Wenn ich mit der Ausbildung fertig bin, möchte ich am Krankenhaus Braunau bleiben.
Franziska Pallasser (22) und Benjamin Rieger (39) absolvieren seit gut einem Jahr die verkürzte Ausbildung nach § 44 GuKG von der Pflegefachassistenz (PFA) zur diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegeperson (DGKP) am TAU-KOLLEG.
Was hat Sie dazu bewogen, als Quer einsteigerin eine Ausbildung in der Pflege zu beginnen? Der entscheidende Moment war die Erkrankung meines Opas. Er lag auf der Palliativstation, und ich habe er lebt, wie wichtig professionelle Pflege und menschliche Zuwendung sind. Der Wunsch nach einem sinnstiften den Beruf ist dadurch stark gewor den. Über einen Auszubildenden bin ich mit dem Vinzentinum in Kontakt gekommen. Ich hatte sofort das Ge fühl: Das passt. Wie ist Ihr Ausbildungsalltag? Die Ausbildung ist intensiv aber un glaublich erfüllend. Theorie und Pra xis greifen sehr eng ineinander. Auf den Stationen wird man rasch Teil des Pflegeteams und von den Praxis anleiter*innen sehr gut begleitet. Man fühlt sich willkommen und gut aufgehoben – und Fragen sind im mer willkommen. Das gibt Sicherheit. Welche Momente bleiben Ihnen aus Ihrer bisherigen Ausbildung beson ders in Erinnerung?
Andrea Grimmer (27) ist Quereinsteigerin und absolvierte die Ausbildung zur Pflegefach assistenz am Vinzentinum Ried. Ihre Entscheidung für die Pflege entstand aus einem sehr persönlichen Erlebnis – und führte sie in einen Beruf mit Sinn, Zukunft und vielen besonderen Begegnungen.
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