Weekend Karriere Salzburg 2025 KW45

SCHULE, LEHRE & KARRIERE

mes Potenzial, den Grundstein für bes sere Konzentration zu legen“, unter streicht Koller. Manche Schüler:innen berichten sogar, dass sie nach der Übung nicht nur ruhiger, sondern auch selbst bewusster in die Prüfung gehen. Größter Konzentrationskiller. Kaum eine Ablenkung ist so verlockend wie das Smartphone. Doch jeder Blick aufs Dis play unterbricht den Lernfluss. „Im Grun de startet man jedes Mal wieder bei Null“, warnt Koller. Sein Rat: Das Handy konse quent in einem anderen Raum aufbewah ren und fixe Zeiten für die Nutzung ein planen – etwa während Pausen. So bleibt der Fokus beim Lernen. Auch Eltern kön nen hier eine wichtige Rolle spielen. Wenn Handyzeiten gemeinsam festgelegt und konsequent eingehalten werden, ent steht ein klarer Rahmen. „Jugendliche brauchen manchmal einen sanften Schubs, um zu erkennen, wie viel produk tiver sie ohne ständige Unterbrechungen arbeiten können“, sagt Koller. Zudem sei es sinnvoll, das Handy nicht als Beloh nung, sondern bewusst als Erholungsins

stalten: Ein paar Schritte gehen, Wasser trinken oder einfache Dehnübungen durchführen. „Wer die Pausen aktiv nutzt, anstatt sofort wieder aufs Handy zu schau en, hat danach deutlich mehr Energie für die nächste Lerneinheit“, betont der Men taltrainer. So wird der Lerneffekt nicht nur verstärkt, sondern auch nachhaltiger im Gedächtnis verankert. Darüber hinaus können Jugendliche die Technik variieren: Fortgeschrittene verlängern die Ar beitsphase auf 40 Minuten und gönnen sich danach 10 Minuten Pause – je nach persönlichem Rhythmus. Feynman-Technik statt sturem Aus wendiglernen. Wer ein Thema wirklich verstehen will, sollte es möglichst einfach erklären können – so, als würde man es einem Freund erklären. „Die Feyn man-Technik deckt Wissenslücken auf und zwingt dazu, Inhalte klar zu struktu rieren“, sagt Koller. Visualisierung mit Mindmaps oder Diagrammen verstärkt den Effekt zusätzlich. Wichtig: Ausrei chend Schlaf, damit das Gelernte im Ge hirn verankert wird. V

Jeder Blick aufs Handy reißt dich aus dem Lernfluss. Im Grunde startest du jedes Mal wieder bei Null.

trument einzusetzen – nach einer erledig ten Aufgabe oder einer abgeschlossenen Lerneinheit. Wer diese Gewohnheit trai niert, merkt schnell, dass Lernen weniger anstrengend wirkt und die freie Zeit da nach entspannter genutzt werden kann. Lernzeit in Portionen: Stundenlanges Durchpauken bringt wenig. Besser ist kur zes, konzentriertes Arbeiten. Koller emp fiehlt die Pomodoro-Technik: 25 Minuten fokussiert lernen, dann 5 Minuten Pause. Mehrere Wiederholungen erhöhen die Motivation, verhindern Überlastung und sorgen für bessere Lernergebnisse. Ent scheidend sei, die Pausen bewusst zu ge

FOTO UNTEN: ISTOCK.COM/NATALLIA DZENISENKA

Kurze Pausen und Dehnübungen erfrischen den Geist und halten die Auf merksamkeit wach.

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