Weekend Karriere Niederösterreich 2026 KW39

HILFE BEI SCHWEREM WEG INS BERUFSLEBEN

FÖRDERN. Günther Widy vom Sozialministeriumservice (SMS) Niederösterreich erklärt, wie das Netzwerk Berufliche Assistenz jungen Menschen und Menschen mit körperlichen, kognitiven bzw. psychischen Einschränkungen in schwierigen Situationen hilft.

FOTOS: SOZIALMINISTERIUMSSERVICE

J unge Menschen mit körperli chen, kognitiven bzw. psychi schen Einschränkungen oder die sich gerade in einer schwie rigen Situation befinden, ha ben es oft besonders schwer, einen Schulabschluss zu schaffen oder in einer Berufsausbildung zu bestehen. Das Netzwerk Berufliche Assistenz (NEBA), das vom SMS gefördert wird, hilft. Gün ther Widy leitet die Landesstelle des SMS in Niederösterreich. Wie können Jugendliche mit Ihrem Angebot in Kontakt kommen? Günther Widy: Ab dem neunten Schul besuchsjahr können Jugendliche in Schulen in Niederösterreich das Ange bot des schulischen Jugendcoachings nützen – speziell wenn Abbruchsgefahr besteht oder die Gefahr, dass kein Schul abschluss geschafft wird.

An wen richtet sich Ihr Angebot ganz speziell? Günther Widy: Wir betreuen vor allem Jugendliche mit gesundheitlichen Ein schränkungen, mit negativen Erlebnis sen in der Schullaufbahn, die z.B. von Mobbing betroffen sind, also Jugendli che, deren Motivation aus den verschie densten Gründen sehr niedrig ist. Wichtig ist, das Selbstwertgefühl zu he ben und den Jugendlichen zu helfen, ei nen Platz in der Gesellschaft zu finden. Das ist auch eine ganz wesentliche Ba sis zur Armutsbekämpfung – denn wer keine abgeschlossene Ausbildung hat, ist besonders oft von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen. Wir haben auch Projekte, die sich zum Ziel gesetzt ha ben, auch Jugendlichen aus Justizanstal ten die Chance auf eine Berufskarriere zu ermöglichen und einen Rückfall zu verhindern.

Kostet dieses Jugend coaching etwas?

Günther Widy: Nein! Das Ju gendcoaching ist kostenlos. Wir versuchen, die Ju gendlichen so zu unterstützen, dass es einen Schulabschluss gibt. Natürlich gelingt das nicht immer. Dann ver sucht der:die Jugend coach:in, den Ausstieg zu begleiten und so zu unter stützen, dass man ge meinsam nach Perspek tiven und Möglichkeiten sucht, wie es weitergeht. Dafür wird gemeinsam mit den Jugendlichen ein Perspekti venplan erstellt und die Jugend lichen werden bei der Umsetzung dieses Plans begleitet und unter stützt.

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