Weekend Family Business Wien 2026 KW16
MANAGEMENT
Jackie und Mike Bezos (Foto von 2016) investierten 1995 245.573 US-Dollar in ein „Amazon“ getauftes Startup ihres (Adoptiv-)Sprösslings Jeff.
stammt. Er ist Co-Founder und COO von Silana. Das Startup will mit seinen Nährobotern die Textilbranche wieder zurück nach Europa holen. Große Ideen aus großen Unternehmerfamilien. Der Startup-Code Ob das alles Zufall ist bzw. ob es so etwas wie einen „Startup-Code“ gibt, haben sich der deutsche Startup-Verband und die Bertelsmann Stiftung genau angesehen. Die Studie „Start-ups und soziale Her kunft – Was Gründer:innen prägt und antreibt“* lässt sich mit einem Schlag wort zusammenfassen: „Family Matters“. 1.800 Gründer wurden dabei befragt. Zum einen fand man heraus, dass es eine aka demische Gründer-Elite gibt. 85 Prozent der deutschen Startup-Gründer besit zen einen akademischen Abschluss, wäh rend unter allen Erwerbstätigen nur etwa 24 Prozent studiert haben. Auch hier zeigt sich die familiäre Prägung, denn 53 Pro zent der Väter und 38Prozent der Mütter von Gründern haben einen Hochschul abschluss. In der Gesamtbevölkerung der gleichen Generation liegt dieser Anteil bei nur 18Prozent. Die Folge: Unternehmer tum wird häufig innerhalb akademischer Milieus weitergegeben. Gleiches Mindset, ungleiche Ressourcen Und es gibt einen weiteren Booster, nämlich dann, wenn Eltern selbst Unter nehmer sind. Bei 38 Prozent der Grün der war mindestens ein Elternteil selbst ständig. Bei 24 Prozent führten die Eltern sogar ein Unternehmen mit Angestell ten. Diese Erfahrung wirkt wie ein Start vorteil. Wer in einer Unternehmerfamilie aufwächst, kennt Risiken, Geschäftsmo delle und Investoren aus nächster Nähe. Die Eltern fungieren als Mentoren oder – wie vorhin gezeigt – auch als erste Kapitalgeber. Entsprechend unterschied lich sind die Netzwerke: Rund zwei Ô
Startkapital – sollte es klappen. Dazu kam auch noch stieffamiliäre Hilfe. Nachdem sich Woodmans Eltern scheiden ließen, heiratete seine Mutter den Risikokapi talgeber Irwin Federman. Nicks Stiefva ter wurde damit der nächste große Inves tor und verhalf GoPro zum Durchbruch. Auch in Österreich gibt es einige promi nente Beispiele. David Mayer-Heinisch, Sohn von Stephan Mayer-Heinisch, ehe maliger Top-Manager von Humanic und Präsident des österreichischen Handels verbands, gründete den digitalen Ver mögensverwalter „froots“. Mit „fruits“ statt „froots“ hat Fabian Rauch, Spross der Vorarlberger Fruchtsaft-Dynastie, zu tun. Er ist Co-Founder von Crqlar. Das Startup unterstützt, basierend auf smar ten Gästedaten, den Betrieb von Hotels und Restaurants. Branchentreu blieb sich hingegen Michael Mayr, der aus der Modefamilie Mayr (Fussl Modestraße)
GoPro Gründer Nick Woodman, hier bei der Präsentation der Hero-Serie 2016, hatte die volle Unterstützung seines Vaters und Stiefvaters – beide aus dem Finanzwesen.
FOTO: APA-IMAGES / AFP / JOSH EDELSON * QUELLE: HTTPS://WWW.BERTELSMANN-STIFTUNG.DE/ FILEADMIN/FILES/PICTUREPARK/2024-05/STARTUPS_UND_SOZIALE_HERKUNFT_.PDF
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