Weekend Family Business Wien 2026 KW16

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Medienmogul junior Meinungsmacht. Murdoch, Berlusconi und Dichand : Mächtige Familienclans beherrschen die Medienwelt und beeinflussen politische Entscheidungen. Jetzt treten die Nachfolger an, das Erbe der Väter zu verwalten und zu vergrößern.

| TEXT: KLAUS SCHOBESBERGER |

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Streit um die Nachfolge Hearsts Biografie liest sich wie ein Vor läufer der Karriere Rupert Murdochs (95). Der Nachfolgekampf um dessen Imperi um inspirierte den HBO-Erfolg „Successi on“ – einer der erfolgreichsten Serienhits der vergangenen Jahre. Die Verleger-Per sönlichkeiten weisen faszinierende Paral lelen auf. Beide legten den Grundstein für ihre Imperien mit einer einzigen geerbten Regionalzeitung – Murdoch im australi schen Adelaide, Hearst in San Francisco.

Ihr Erfolg basierte auf einem kompro misslosen Boulevardstil: Durch Sensati onslust, grelle Schlagzeilen und Skanda le steigerten sie nicht nur die Auflagen, sondern manipulierten gezielt die öffent liche Meinung. Diese Macht nutzten sie als Königsmacher: Während Hearst die USA Ende des 19. Jahrhunderts in den Spanisch-Amerikanischen Krieg trieb, gilt Murdoch heute als entscheidender Akteur bei historischen Weichenstellun gen wie dem Brexit oder der Wahl Donald Trumps. Im politischen Weg zeigt sich jedoch ein entscheidender Unterschied: Während Hearst selbst nach der direkten Macht griff und – trotz zweier Amtszeiten im Kongress – letztlich erfolglos das Prä sidentenamt anstrebte, agierte Murdoch stets lieber als Strippenzieher im Hin tergrund, ohne je selbst ein öffentliches Amt zu suchen. Aufgrund der Weltwirt schaftskrise und hoher Verschuldung ver lor Hearst fast sein gesamtes Vermögen und die Kontrolle über sein Imperium. Er schaffte jedoch die Kehrtwende; bis

osebud“ hauchte der danie derliegende Protagonist in einer der berühmtes ten Rückblenden der Film

geschichte aus. Das Zitat symbolisiert das tragische Ende eines Machtmen schen, der im Angesicht des Todes die Bilanz seines Wirkens hinterfragt. Als Orson Welles das Meisterwerk „Citizen Kane“ 1941 schuf, war er gerade ein mal 25 Jahre alt. Er schrieb das Dreh buch, führte Regie, war Produzent – und spielte die Hauptrolle des fiktiven Ver legers Charles Foster Kane. Inspirieren ließ sich der junge Filmemacher dabei von einer realen Person der amerikani schen Öffentlichkeit, nämlich William Randolph Hearst (1863 – 1951). Hearst gilt als der ultimative Prototyp des skru pellosen Medienmoguls. Seine Metho den prägten den Begriff „Yellow Press“ und definierten Machtmissbrauch durch Massenmedien. Der Verleger versuchte später vergeblich, den Film mit seinem enormen Einfluss zu vernichten.

Milliarden US-Dollar erhielten die drei Geschwister von Lachlan Murdoch als Abfindung, weil für sie in der neuen Stiftung kein Platz vorgesehen war. 3,3

FOTO: ISTOCK.COM/ CYANO66

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