Weekend Family Business Burgenland/Niederösterreich 2026 KW38
FINANZEN
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Sohn Mark mischt mit Kein Zweifel, DO&CO ist heute ein Big Player am Kapitalmarkt und im Kern doch so was wie ein traditioneller Familienbetrieb: Die Attila Dogudan Privatstiftung hält 30 Prozent, der Rest ist Streu besitz. Attila Dogudan ist CEO, sein Sohn Attila Mark (41) sitzt als Chief Commercial Officer im Vorstand, auch Sohn Marius (39) spielt operativ eine immer wich tigere Rolle. Selbst kochen kann der Groß-Gastronom zwar nicht, aber dafür unermüdlich kosten und testen und immer alles in Frage stellen. Als „kritischsten Gaumen des Unternehmens“ bezeichnete sich Dogudan einmal selbst. Ein Stammgast und Wirt, ein Gourmet und Controller in Personalunion, der auch vor der süßen Patina alt österreichischer Institutionen nicht haltmachte: Lange nachdem Udo Proksch die Lucona versenkt hat te und der schräge Mythos seiner K.u.K. Hofzuckerbäckerei Demel langsam zu inflationieren droh te, übernahm sie Dogudan von der Raiffeisen Holding, konsoli dierte, expandierte und kochte die alte Hütte zum, wie er sagt, „Louis Vuitton der Schokolade“ hoch. Und weil absolute Luxusmarken gerne so eng zusammenrücken wie ihre Flagship-Stores am Wiener Kohl
ändern würde. Denn im Grunde war er bereits von diesem Tag an mit an Bord. Take-off zum Erfolg 1987 hob eine Lauda-Maschine Richtung Rhodos ab, erstmals mit Catering von DO&CO. In der Unternehmensgeschichte gilt die ser Flug als Take-off für das Air line-Catering. Dogudan flog nach eigener Darstellung zunächst selbst mit der Lauda Air mit. Über Wochen hinweg. Nicht um Mei len zu sammeln, sondern Erfah rung: Wie werden Speisen gela den, wo geht Qualität verloren, warum sind Wiener Schnitzel in 10.000 Meter Höhe wirklich kilo meterweit vom bodenständigen Original entfernt. Warum …? – Die Antworten auf all diese Fra gen verschmolzen zur Kernkom petenz von DO&CO. Und wie! Im Geschäftsjahr 2025/26 erzielte der Konzern knapp 2,46 Milliarden Euro Umsatz. Das Airline Catering brachte 1,95 Milliarden Euro und damit 79,2 Prozent des Konzern umsatzes. International Event Cate ring kam auf 323 Millionen Euro, Restaurants, Lounges und Hotels lagen bei 188 Millionen Euro. Die Gruppe operiert an 32 Standorten in zwölf Ländern auf drei Konti nenten, hat 16.000 Beschäftigte.
Der Herr mit der roten Schirm kappe hatte wenig Geduld für Mittelmaß. Wenn ihn etwas störte, sprach er es schnörkel los an. Ruhig und sachlich, aber bohrend. Und bestenfalls Mit telmaß war es, was da in den 1980er Jahren lauwarm auf den Tabletts von Flugzeugpassagieren vor sich hin waberte. Doch das wollte Herr Niki, Nachname Lau da, ganz einfach nicht akzeptie ren. Zumal er da wen kannte, dem er zutraute, das zu ändern: Attila Dogudan, Wiener Gastronom, Betreiber eines Delikatessenge schäfts, Sohn einer Wiener Mut ter und eines türkischen Restau rantbesitzers. „Kann man Essen wie bei Dir auch im Flieger ser vieren?“, fragte Lauda. „Ja“, sagte Dogudan. Ohne noch so recht zu wissen, worauf er sich da einließ. Und wie das Jawort seine ganz persönliche Wirtschaftswelt ver
Wir befinden uns unentwegt in einem Wettbewerb in der Welt. Wenn man fleißiger, schneller, innova tiver ist, hat man größere Chancen zu wachsen, als wenn man das Vorhandene nur verteidigen will.
ATTILA DOGUDAN, CEO von DO & CO,
kritisiert die Einstellung in Europa in der „ZIB 2“ und prognostiziert ohne neues Mindset den wirt schaftlichen Verfall.
Formel 1 seit 1992 als wichtiges Standbein: Attila Dogudan mit dem früheren Ferrari-Piloten Gerhard Berger und Formel-1- Präsident Stefano Domenicali am Red Bull Ring in Spielberg.
Freunde und Geschäftspartner: „DO&CO“-Gründer Attila Dogudan und Niki Lauda (†70) fanden gemeinsam das Erfolgsrezept des Catering-Konzerns.
FOTOS: UNTEN RECHTS: APA-IMAGES/DPA PICTURE-ALLIANCE/HASAN BRATIC. UNTEN LINKS: APA-IMAGES/ACTION PRESS/TOURIST
34 | FAMILY BUSINESS | 3/2026
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