Weekend Family Business Burgenland/Niederösterreich 2026 KW38

WIRTSCHAFT

CEO Thomas Loibl begleitet nun mit seinen neuen Kolle gen in Mailand den Integrationsprozess der Hauser Gruppe.

„D eutlich bessere Möglichkeiten“

Exit-Strategie. Wie man die Zukunft seines Familienunternehmens absichert, zeigt Familie Hauser vor. Die Linzer Kältetechnik-Firma wurde mehrheitlich von der italieni schen Epta Gruppe übernommen. CEO Thomas Loibl erläutert die Hintergründe.

| INTERVIEW: KLAUS SCHOBESBERGER |

C

HEFINFO: Warum hat sich die Eigentümerfa milie zum Verkauf nach Italien entschieden?

te Geschäftsjahr mit einem Umsatz von über 480 Millionen Euro abgeschlossen. Den Eigentümern ging es nicht nur dar um, bestehende Strukturen zu sichern, sondern vor allem darum, die best möglichen Perspektiven für zukünftiges Wachstum zu gewährleisten. Zusammen mit Epta sind wir nun die Nummer eins in Europa und die Nummer zwei welt

Ich trage nun die Gesamtverantwortung für den DACH-Markt und bin gleich zeitig Mitglied des Epta-Führungsteams. Gemeinsam mit unserem CFO Paul Übelacker und unseren internationalen Epta-Kollegen begleiten wir den Inte grationsprozess. Unsere Branche erfor dert nach wie vor schnelle Entschei dungen, insbesondere im Tagesgeschäft. Strategische Entscheidungen werden gemeinsam innerhalb der Epta Gruppe getroffen und in der Konzernzentrale in Mailand koordiniert. Gleichzeitig bleibt die notwendige Handlungsfreiheit in den Märkten erhalten. Italienische Konzerne gelten bei Übernahmen oft als sehr zentra listisch. Wie sicher sind die Stand orte und Arbeitsplätze? Große, international tätige Unterneh men verfügen naturgemäß über zentra lisierte Managementfunktionen, etwa bei der Finanzberichterstattung. Dies bedeu tet jedoch keineswegs, dass die Stand orte gefährdet sind. Die Arbeitsplätze in Österreich und der Tschechischen Repu blik bleiben erhalten. Österreich ist ein wichtiger Markt für Epta, den wir künftig mit einem noch breiteren Produktport folio bedienen werden. n

Thomas Loibl: Zunächst einmal soll te dies nicht als herkömmlicher Verkauf betrachtet werden, sondern als strate gischer Zusammenschluss, der darauf abzielt, die besten Voraussetzungen für die Zukunft von Hauser zu schaffen. Über die Hauser-Stiftung brachte die Familie Hauser ihre Anteile in den Zusammen schluss ein und wurde damit zu einer der Gesellschafterfamilien der Epta Gruppe. Dies spiegelt das klare Bekenntnis wider, das nachhaltige Wachstum des Unter nehmens zu sichern, sein unternehmeri sches Erbe und seine Werte zu bewahren und Hauser für die kommenden Jahre stark zu positionieren. Sie haben als externer CEO den Zusammenschluss maßgeblich begleitet. Warum reichte diese etablierte Management-Struktur allein nicht mehr aus? Ich bin seit fast 15 Jahren bei Hauser und durfte die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens aktiv mitgestalten. Das gesamte Team hat fantastische Arbeit geleistet. So haben wir das letz

Es ist ein strategischer Zusammenschluss, der darauf abzielt, die besten Voraussetzungen für die Zukunft von Hauser zu schaffen.

THOMAS LOIBL CEO Hauser GmbH

weit. Diese Größe eröffnet deutlich bes sere Möglichkeiten für die langfristige Weiterentwicklung des Unternehmens, die Förderung von Innovationen und die Erschließung neuer Märkte. Wie stark hat sich Ihre Rolle als CEO verändert, und wie viel Auto nomie bleibt Ihnen bei schnellen strategischen Entscheidungen?

FOTO: HAUSER

26 | FAMILY BUSINESS | 3/2026

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