Weekend Family Business Burgenland/Niederösterreich 2026 KW38
EDITORIAL
200 Millionen für die Superreichen – ein politisches Märchen!
M
an ist derartige Aussagen eigentlich nur vom amerika nischen Präsidenten gewohnt: Man nehme ein paar Fakten,
wenn sie medizinisch notwendig sind – etwa eine Lidstraffung, wenn das Gesichts feld dadurch erheblich eingeschränkt ist. 3. Private Krankenanstalten sind darüber hinaus ein wichtiger Bestandteil der österrei chischen Gesundheitsversorgung. Jede Ope ration, die dort durchgeführt wird, entlastet die öffentlichen Spitäler und schafft zusätz liche Kapazitäten für Patientinnen und Pati
Auch andere Forderungen, allen voran die immer wieder propagierte „Reichensteu er“, folgen allzu oft demselben Muster: Statt mit konkreten Reformen für mehr Leistung und nachhaltige Verbesserungen in unse rem Land zu sorgen, wird ein gesellschaft liches Feindbild aufgebaut. Nicht Leistung soll sich lohnen, sondern Neid und Miss gunst werden politisch instrumentalisiert. Aber was tut man im Sommerloch nicht alles, um Aufmerksamkeit zu bekommen und gleichzeitig von den tatsächlichen Pro blemen dieses Landes abzulenken? Vielleicht bekommt die SPÖ dafür aller dings gerade ihre eigene Rechnung präsen tiert. Eine im August veröffentlichte Umfra ge sieht die Sozialdemokratie nur noch bei 15 Prozent – einem historischen Tiefstand. Wenn auch Sie derartige fragwürdige „Ideen“ nicht länger tatenlos hinnehmen möchten, dann möchte ich Sie einladen, sich der über parteilichen Interessenvertretung der Fami lienbetriebe „Initiative Österreich 2040“ anzuschließen. Knapp 400 Unternehmen, die über 6 Mrd. EURO mit 23.000 Mitar beitern erwirtschaften, unterstützen schon die Bestrebungen, die wirtschaftlichen Rah menbedingungen in unserem Land zu ver bessern. Mehr dazu finden Sie unter: www.initiativeoesterreich2040.at
reichere sie mit unwahren Behauptungen an und präsentiere der Öffentlichkeit anschlie ßend eine vermeintlich sensationelle Idee – Hauptsache, sie sorgt für Aufmerksamkeit. Offensichtlich eifert unser Vizekanzler And reas Babler nun in dieser Disziplin Donald Trump nach. Seine neueste Idee: Die rund 200 Milli onen Euro, die über den Privatkranken anstalten-Finanzierungsfonds (PRIKRAF) für Leistungen privater Krankenanstalten zur Verfügung stehen, sollen künftig lieber ins öffentliche Gesundheitssystem fließen. Damit, so die Botschaft, könne man dann auch die „Schicki-Micki-Operationen der Superreichen“ verhindern. Aber offensichtlich nimmt es Vizekanzler Babler mit den Fakten nicht so genau und verschweigt Folgendes: 1. Patienten mit gesetzlicher Krankenversi cherung können sich in privaten Kranken häusern behandeln lassen. Erstattet wer den dabei jedoch grundsätzlich nur jene Kosten, die auch für eine entsprechende Behandlung in einem öffentlichen Kran kenhaus übernommen würden. 2. Die Mittel des PRIKRAF sind nicht für irgendwelche Luxusbehandlun gen vorgesehen, sondern für Leistun gen, die grundsätzlich auch im öffentli chen Gesundheitssystem erbracht werden. Schönheitsoperationen werden von der Sozialversicherung nur dann übernommen,
enten. Gerade angesichts der ohnehin lan gen Wartezeiten im öffentlichen System ist es schwer nachvollziehbar, warum man die se Kapazitäten politisch schlechtreden oder sogar zurückdrängen möchte. Wer so argumentiert, schürt bewusst Res sentiments und stellt Menschen, die sich eine private Gesundheitsversorgung leisten kön nen, pauschal als Profiteure auf Kosten der Allgemeinheit dar. Das ist populistisch – und für einen Vizekanzler schlicht unwürdig.
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