Urlaub und Freizeit Burgenland/Niederösterreich 2026 KW14

Urlaub & Freizeit

Oberhalb des Drautales in Kärnten befindet sich der „Slow Trail“ auf den Mirnock. Ein Weg für Genießer – auch sol che Routen braucht es.

keit beanspruchen, verpassen wir das Ra scheln im Gebüsch und das Zwitschern der Vögel. Kling kitschig? Ja, mag sein. Gehört aber zu einem Tag in der Natur dazu. Es entschleunigt. Entdecker statt Leistungssportler Wer seinen Kindern zeigen will, wie man Akkus auflädt, muss selbst den Stecker ziehen. Natürlich können wir mit Volks schülern keine 14-km-Routen mit 1.500 Höhenmetern angehen, aber genau das ist die Chance. Der Weg ist das Ziel? Der Weg ist der Spielplatz! Wenn der Amei senhaufen am Wegesrand mal spannen der ist als stures Meter-Machen, ist das Anschauungsunterricht für uns Erwach sene – so genießt man den Moment. Kinder sind Entdecker, keine Leistungs sportler. Es geht um Belohnung ohne Druck: Die Jause schmeckt besser, wenn man nicht den ganzen Aufstieg über an getrieben wurde. Erlauben wir unseren Kindern und uns selbst, die Berge als Ort der Freiheit und nicht der Pflicht zu se hen. Das heißt auch: Im Zweifel eher die kürzere Runde einplanen, diese dafür umso mehr genießen.

Der Gipfel ist optional Überhaupt ist das Erwartungsmanage ment wichtig. Wir sind so darauf ge trimmt „anzukommen“, dass wir den Weg dazwischen ignorieren. Stressfrei bedeutet: Wenn man, die Aussicht genie ßend, auf halbem Weg nach oben von ei ner Sitzbank nicht wegkommt, war eben das das Ziel. Ein abgebrochener Aufstieg ist kein Scheitern, sondern die höchste

Form der Freizeit-Souveränität. Leis tungsdruck endet dort, wo das Müssen aufhört. Wenn am Ende des Tages nicht das Gefühl vorherrscht, ein Pensum ab gearbeitet zu haben, sondern ein wohli ges, körperliches Ausgelaugtsein, haben wir nicht vordergründig Meter gemacht, sondern Erinnerungen. Und das ist ein Luxus, den uns auch kein Stau auf der Südosttangente nehmen kann. u

Der Weg auf den Hohen Freschen in Vorarlberg ist eher nur für geübte und fitte Wanderer geeignet. Der Gratweg ist spektakulär, aber wenig überlaufen.

FOTOS: KÄRNTEN-WERBUNG / GERT PERAUER, VORARLBERG TOURISMUS / DIETMAR WALSER

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