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BUNGALOW 65+

Er liest daraus ein Potenzial für die Sanierung und Modernisierung von Bestandsgebäuden, aber auch für die Nachfrage nach kleinen, kompakten und flexiblen Wohneinheiten: „Wir können diese Nachfrage nach unseren ‚microHOMEs‘ über alle Altersschich ten hinweg spüren.“ Bungalow am Land Daniel Gruber von Vario-Haus sieht die Situation ähnlich: „Die steigende Zahl kleinerer Haushalte verlangt nach kompakteren, effizienteren Wohn lösungen. Fertighäuser lassen sich flexibel in unterschiedlichen Größen und Grundrissen realisieren. Großes Potenzial sieht Gruber aber auch für Der Anteil der über 65-Jährigen wächst ebenso stark wie die Lebenserwartung: Senioren werden mehr und auch älter. Das erfordert barrierefreie, altersgerechte Konzepte in der Neuerrichtung in einer kompak ten, nicht überdimensionierten Größe. Die Fertighausbranche hat sich schon länger mit diesem Trend beschäftigt und kann entsprechende und erprobte Lösungen bieten.

K eine Frage, bei einem Nach frageverlust von minus 30 Prozent schrillen bei Fertig hausprofis die Alarmglocken: Die Ursachenforschung sieht und findet mehrere Problemfaktoren, die jedoch allesamt auch Lösungsmög lichkeiten beinhalten. Vor allem hat sich die Zielgruppe massiv verändert. Die Zahl der Ein- und Zwei-Perso nen-Haushalte nimmt zu, kinderrei che Familien sind stark rückläufig. Der Anteil an Menschen über 65 Jahren steigt, ebenso die Lebenserwartung. Und: Die erschwerte Finanzierungs situation hat sich trotz des Auslaufens der KIM-Regelung noch nicht signifi kant verbessert, Bankinstitute bleiben

also weiterhin vorsichtig. Allerdings hat Österreich bei der Eigentums quote im EU-Vergleich mit unter 50 Prozent einen starken Aufholbedarf. Und die steigende Lebenserwartung lässt das Pendel „Kauf oder Miete“ klar zum Kauf ausschlagen. Trend zu kleineren Wohnformen In der Branche ist man sich einig, dass der Wunsch zu kleineren Wohn formen geht: „Dieser Trend ist unter anderem auf demografische Faktoren, geringere Heirats- und Geburtenraten sowie auf soziokulturelle Entwicklun gen wie die zunehmende berufliche Mobilität zurückzuführen“, weiß Martin Genböck von Genböck Haus.

KLEIN & MOBIL

Die steigende Nachfrage nach kleineren Wohnformen ist nicht nur einer neuen Bescheidenheit geschuldet. Die „tiny house“- Idee ist mittlerweile zumindest bei Chapter 3 angekommen und bietet die Möglichkeit, einer be ruflich erforderlichen Mobilität mit „Haus & Hof“ zu folgen.

FOTOS: VARIO-HAUS, GENBÖCL

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