Business Kärnten 2025 KW26
BUSINESS
für Personen mit Lehrabschluss im Be reich Labortechnik oder verwandten Be rufen. Sie findet freitags und samstags statt und dauert zwei Jahre. Damit ist sie ideal für Berufstätige. Welche Perspektiven eröffnen sich nach dem Abschluss? Andrea Hickel: Absolvent:innen erhal ten den Werkmeisterbrief und können zusätzlich den Ingenieurstitel beantra gen. Das entspricht einer Qualifikation auf Bachelor-Niveau. Außerdem ist die Unternehmerprüfung inkludiert – das schafft zusätzliche Optionen. Florian Raffler: Besonders durch die neue Koralmbahn wird die Anreise aus Kärnten wesentlich einfacher und schnel ler. Viele unserer Teilnehmer:innen kom men bereits aus dieser Region, weil es dort keine vergleichbare Ausbildung gibt. Graz wird damit als Ausbildungsstandort auch für Kärnten attraktiver. Kann man sich als Interessent die Chemie Akademie unver bindlich anschauen? Andrea Hickel: Ja, es gibt Tage der offenen Tür, individuelle Schnuppertage und Informationsveranstaltungen. Da bei können Interessierte sich den Labor- betrieb anschauen und mit Studieren den sowie Lehrpersonal ins Gespräch kommen. n FACTBOX Chemie sichert Zukunft. Die Chemie Akademie Graz bietet eine zweijährige Ausbildung mit starkem Praxisfokus (50 % Laboranteil) und enger Zusam menarbeit mit Unternehmen. Die Jobvermittlung liegt bei nahezu 100 %. Ergänzend gibt es eine berufsbegleitende Werkmeister schule. Ideal erreichbar aus Kärn ten durch die neue Koralmbahn. www.chemie-akademie.at Warum ist das Angebot für Kärntner so interessant?
W as unterscheidet die Chemieakademie von Fachschulen oder HTLs? Andrea Hickel: Unsere zweijährige Chemieausbildung bietet einen außer gewöhnlich hohen Praxisanteil – rund 50 Prozent der Unterrichtszeit verbrin gen unsere Studierenden im Labor. Das entspricht etwa 18 bis 20 Stunden pro Woche. Das ist deutlich mehr als in an deren Ausbildungen. Florian Raffler: Interesse an Naturwis senschaften. Ein Mathegenie muss man nicht sein. Wir starten in Chemie bei null. Andrea Hickel: Motivation ist ein ganz wichtiger Punkt. Wir haben 38 Wochen stunden Unterricht – also eine richtige Arbeitswoche und da ist die Motivation ein wichtiger Faktor. Gibt es Spezialisierungen? Andrea Hickel: In zwei Jahren wäre das zu viel, aber man kann sich in be stimmten Bereichen vertiefen. Und die Diplomarbeit findet in Zusammenarbeit mit Firmen statt – das ist eine Art Spe zialisierung. Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen? Welche Berufsfelder stehen den Absolventen offen? Florian Raffler: Nahezu alle größeren Unternehmen beschäftigen in einem Bereich Chemiker:innen. Von Stahlin dustrie über Lebensmittel, Pharma bis
zu Forschung oder Abwasserwirtschaft. Die Vermittlungsquote liegt bei fast 100 Prozent – viele haben schon vor dem Abschluss einen Job. Wie wichtig ist der Kontakt mit den Unternehmen? Andrea Hickel: Sehr wichtig. Viele Diplomarbeiten führen direkt zu Joban geboten. Etwa ein Drittel unserer Absol vent:innen nimmt solche Angebote an. Zurzeit ist es aufgrund der hohen Nach frage aber so, dass sich die Studierenden ihren Wunschjob aussuchen können. Ein besonderes Angebot ist die Werkmeisterschule. Was genau bietet sie? Andrea Hickel: Die Werkmeisterschule ist eine berufsbegleitende Weiterbildung
Besonders durch die neue Koralm bahn wird die Anreise aus Kärnten wesent lich einfacher und schneller.
Florian Raffler Direktor-Stv. Chemie Akademiel
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